Das Zittauer Gebirge
Das Zittauer Gebirge ist das zwar kleinste deutsche Mittelgebirge, hat aber trotzdem mit
seinen bizarren Sandstein- und Granitfelsen jede Menge für Einheimische und Touristen zu bieten.
Die höchsten Erhebungen des Zittauer Gebirges sind die Lausche (793 m) und der Hochwald (750 m).
Beide Berge sind, wie der Großteil des Gebirges, vulkanischen Ursprungs. Das Gebiet ist durch ein
gut ausbautes Wegenetz für Wanderer und Mountainbiker erschlossen, bekannt für seine saubere Luft
(mehrere Orte haben den Status einen Luftkurortes ) und in der kalten Jahreszeit ein bekanntes
Wintersportgebiet. Hierbei sind vor allen die Lausche mit gemütlichen Bauden zur Einkehr und den
Schlitten- und Skiabfahrten sowie den dazugehörigen Liften hervorzuheben.
Entlang des Talkessels von Olbersdorf nach Oybin sind an den bewaldeten Talhängen Sandsteinfelsen
und zahlreiche Aussichtspunkte zu finden. Die höchsten Erhebungen sind dabei der Töpfer (582 m),
mit seiner um 1903 erbauten Baude, dem Felsentor ( Aussichtsplattform) sowie verschiedenen Steinfiguren
und der Berg Oybin (512 m) selbst.

Auf dem Berg Oybin, der die Form eines Bienenkorbes hat, wurde im 13. Jahrhundert ein Kloster und
später eine Burg erbaut. Diese ist nach Jahrhunderten und diverser Bränden und Blitzeinschlägen noch
teilweise als Ruine erhalten und dient einem Museum als Herberge. Daneben sind der Bergfriedhof, die
Camera obscura und ein Berggasthof zu finden.

Neben romantischen Wanderwegen und der Hauptverkehrsstraße wird das Tal von der seit 1890 betriebenen
Schmalspurbahn durchzogen. Dieses technische Kleinod bring auf einer Streckenlänge von ca. 14 km die Ausflügler
von Zittau nach Oybin oder Jonsdorf, und damit direkt ins Gebirge bwz. zurück.
In den kleinen Orten Jonsdorf, Oybin, Lückendorf und Waltersdorf sind viele der für die Region typischen
Umgebindehäuser zu finden.

Eine der bekanntesten Felsformationen in Oybin ist der Kelchstein. In Laufe der Zeit formte Erosion
seine Kelchartige Gestalt aus den unterschiedich harten Sandsteinformationen. Neben seiner eigenwilligen
Form, ist der Kelchstein auch der am schwierigsten zu besteigende Klettergipfel (5 Routen, in Schwierigkeitsgraden
VIIc und VIIIc) im Zittauer Gebirge.
Gipfel und Blick vom Töpfer

Berg und Burgruine Oybin